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Ein neuer Verein will sich für das Marketing in der Region „Der Teltow“ engagieren

VON KARSTEN SAWALSKI

Die Satzung kann verabschiedet, die Geschäftsordnung muss noch erarbeitet werden. Unter dem Arbeitstitel „Regionalmarketing ‚Der Teltow’ - Regionalmarketing, Kultur, Tourismus und wirtschaftliche Entwicklung“ gründet sich ein neuer Verein, unter dem Motto, eine „Region der guten Ideen“ zu entwickeln. „Wir sehen die geografische Einheit Der Teltow als unser Gebiet, in dem wir wirken wollen“, erklärt Christine Dunkel, Vereinsinitiatorin, im Gespräch mit markt regional, „Berlin sehen wir als Chance, nicht als Zusiedlung unserer Region“. Die gesamte Region biete touristisch wesentlich mehr Ziele als nur die Region Kleinmachnow, Teltow, Stahnsdorf, die habe „außer der Kanalaue und hier und da ein Kirchturm“ nicht viel zu bieten.
Christine Dunkel ist Geschäftsführerin von www.dudoni.de, einer Informationsagentur für die digitale Medien und mit dem Thema „Marketing“ hat sie sich bereits in ihrer Diplom-Arbeit beschäftigt. Für den Regionalmarketingverein will sie die vielen Vereine, Arbeitsgruppen und Menschen zusammenbringen, die sich bereits engagieren oder das gerne tun würden. „Wir sehen uns als Plattform, als kleinster gemeinsamer Nenner“, so Dunkel, die sich für die größtmögliche Vielfalt aus Initiativen, Vereinen und Unternehmen wünscht. Politische Parteien dürfen nicht mitmachen.
Momentan sind es sechs Gründungsmitglieder im Regionalmarketingverein, die aber mit weiteren interessierten Bürgern aus Kleinmachnow, Goßbeeren, Teltow und Stahnsdorf im Kontakt sind. Ideen wurden schon fleißig zusammengetragen. „Wir fangen erst mal bei uns selber an“, erklärt Dunkel das Grundkonzept, „denn Bürger, die sich hier auskennen und sich in ihrer Region wohlfühlen, können Besuchern etwas zeigen und auch diese begeistern“. Ziel soll sein, ein Regionalmarketing „von unten“ zu entwickeln, um für Bürger und Unternehmen gleichermaßen eine Identifikation mit der Region herzustellen.

In Zusammenarbeit mit den Einwohnermeldeämtern könnte ein „Begrüßungs-Informations-Paket für Neubürger“ erstellt werden, um diesen gleich eine Orientierungshilfe an die Hand zu geben. Auch spezielle Führungen für Neubürger hält Dunkel für sinnvoll, um den Zugezogenen die Identifikation mit ihrer neuen Heimat zu verleichtern, aber auch für eine erste Kontaktaufnahme zwischen Neu- und Altbürgern. Außerdem will der Verein das Engagement von Vereinen und Initiativen mit einer Auszeichnung würdigen und damit weiter motivieren. „Wir könnten ein Gütesiegel herausbringen“, so Dunkel, „mit dem besondere Veranstaltungen, wie zum Beispiel das Teltower Hoffest, prämiert werden; oder auch besondere touristische Angebote“. Bereits mit Namen wurde der „TOSCAR“ ins Leben gerufen, eine Auszeichnung in Hinsicht auf die „Nachhaltigkeit“ von Projekten. „Zum Beispiel die stillgelegte Bäckerei in Nudow, die nun schwer vermittelbare Jugendliche ausbildet, hätte einen solchen TOSCAR verdient“, sagt Dunkel.

Der Anstoß, einen eigenen Regionalmarketingverein zu gründen, sei aus Querelen um das Stadtmarketing in Teltow im vergangenen Jahr, gekommen, erzählt die Initiatorin. „Als in der Sitzung der Lokalen Agenda von der Stadt verkündet wurde, dass Bürgerengagement nun vermarkten zu wollen, fand ich das schon ziemlich frech“, sagt Dunkel. Ähnliches habe sie in Stahnsdorf erlebt, wo der „Ferienpass“ von Bürgern erarbeitet wurde, ohne finanzielle Unterstützung von der Kommune. „Wenn Bürger sich engagieren, muss die Kommune das auch unterstützen!“, fordert die Stahnsdorferin.

Als Verein „Regionalmarketing Der Teltow“ setzt man zunächst auf den Netzwerkgedanken, um „ganz unbürokratisch“ Projekte zu unterstützen, die „über Wahlkreise hinausgehen“. „Wir sind kein Verein der Enttäuschten“, betont Dunkel, „sondern wollen Dinge in Gang setzen, die Politiker nicht können“.

Der Verein wurde im April 2016 aufgelöst. Die Bezeichnung e.V. gilt daher nicht mehr.