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Touristisches Radwegesystem vor den Toren Berlins offiziell eröffnet und beschildert

Teltow - „Teltow-Bike“ klingt ein bisschen nach „Fläming-Skate“ – das ist durchaus beabsichtigt. „Wir haben einen werbewirksamen Namen gesucht und uns dabei am Wegesystem aus dem Nachbarkreis orientiert", erklärte Christine Dunkel vom Verein Regionalmarketing „Der Teltow“ zur Eröffnung eines über 100 Kilometer langen Radroutensystems vor den Toren Berlins, das nun durchgehend beschildert ist.

Zur Schnuppertour durch Teltows Grüngürtel kam am Montag auch Michael Cramer, EU-Abgeordneter der Grünen und Autor des Buches „Berliner Mauer-Radweg“, das kürzlich in vierter Auflage erschienen ist. Der Politiker, der das Band des „Teltow-Bike“ am Japaneck bei Teltow-Seehof direkt auf dem Mauerradweg durchschnitt, appellierte an die Region, auch für Radwege Fördergeld zu beantragen. Denn die Mittel, die dafür aus Brüssel bereit stehen, würden längst nicht alle abgerufen.

Die Teltow-Bike besteht aus einem Rundkurs und derzeit acht verschiedenen Regionalparkrouten: Spargelweg, Teltow-Nuthetal-Weg, Storchenroute, Zülow-Weg, Mauerweg, Havel-Dahme-Route, Stubenrauchweg und Flämingroute. Die Routen garantieren jedoch keinen glatten Fahrbahnbelag wie beim Fläming-Skate. Neben vielen Radwegen und verkehrsarmen Autostraßen mit Asphalt muss man auch mit sandigen Waldwegen rechnen. Starken Autoverkehr gibt es im Inneren des Rundkurses aber nur bei Neubeeren.

Auch der Mauerweg ist trotz Asphalt oft nicht in optimalem Zustand. Zwischen Sputendorf und Marggrafshof kann man einen landwirtschaftlichen Plattenweg testen, auf dem die Radler ordentlich durchgeschüttelt werden. Auf der Storchenroute gibt es bei Löwenbruch und Märkisch-Wilmersdorf extrem schlechte Wegzustände. Der Stubenrauchweg verläuft vor Saarmund auf einer verkehrsreichen Straße. Für diese Abschnitte werde derzeit noch nach Alternativen gesucht, hieß es. Auf weiteren Teilstrecken wünscht sich der Regionalmarketingverein eine Verbesserung der Fahrbahnqualität, wie Christine Dunkel betonte.

Einige Infotafeln am Mauerweg mussten provisorisch korrigiert werden. „Es sind Wege über Brücken eingezeichnet, die es gar nicht gibt“, erklärte Vereinsmitglied Uwe Stenzel. Er kennt sich in der Region aus, da er seit vier Jahren Radtouren organisiert. So musste laut Stenzel der Teltow-Nuthetal-Weg im Bereich Teltow berichtigt werde und auch die Strecke zwischen Güterfelde und Neubeeren.

Für die einstündige Eröffnungstour, an der vor allem Berliner teilnahmen, hatte Stenzel Wert auf eine landschaftlich reizvolle Strecke gelegt. Die führte von Sigridshorst über den Regionalbahnhof, Staedtlersiedlung, Mühlendorf, Knesebeckbrücke und Mauerweg. Schon kurz nach Überquerung der Mahlower Straße am Regionalbahnhof überraschte die ländliche Idylle hinter den Siedlungen mit artenreicher Flora. Leuchtende Tupfer am Wegesrand waren Hagebutten und das Blau der Wegwarte, dazwischen verführerische Brombeerhecken. Die Kleinmachnower Gemeindevertreterin Barbara Sahlmann (Grüne) entdeckte hier ein ihr noch unbekanntes Teltower Umland, sie wird sich nächstes Mal mehr Zeit für diese Tour nehmen.

Eine Übersichtskarte über das Radwegesystem gibt es im Internet. Demnächst sollen auch aktuelle Flyer verteilt werden. Für das nächste Frühjahr wird der Druck einer mit Reklame finanzierten Karte angestrebt.

Kirsten Graulich/Hagen Ludwig

Informationen im Internet unter: www.teltow-bike.de

Der Verein wurde im April 2016 aufgelöst. Die Bezeichnung e.V. gilt daher nicht mehr.